Freitag, 14. Dezember 2012

Kairo - Hektik und Gelassenheit


Gestern ging es dann rein in Kairos Getümmel. Als erstes gingen wir zum Nil. Ich hatte ihn mir größer vorgestellt. Stattdessen ist er etwas mehr als die Elbe und versorgt das ganze Land: Eine verhältnismäßig kleine Lebensader. Dann gingen wir gen Downtown und Tahrir wo es an kleinen Läden und Getümmel nur so wimmelt.

Tahrirplatz: Ja wir waren kurz da! Beweisfotos muss ich leider nach dem Urlaub nachreichen:-/ Eigentlich wirkte es als wir da waren wie ein großes Volksfest: Es gibt Zelte, Flaggen und Reden von Lautsprechern oder Bühnen. Nicht zu vergessen sind die Essens- und Teestände. Das erinnerte mich an das Occupy-Camp Frankfurt. So sieht friedliches Demonstrieren aus - zumindest für diesen Tag.

Auf dem Weg Richtung Islamic Cairo rief mir jemand "you're a lucky man" entgegen. So wurde ich noch nie angesprochen... Der umgang der Kairoer mit Touristen ist schon vermeintlich einzigartig auf dieser Welt.

Islamic Cairo ist ein gewaltiger Basar mit allem Souvenirkram was man sich denken kann. Man wird von jeder Seite angequatscht und versteht sein eigenes Wort nicht mehr. Ich habe dort nichts gekauft, da ich Aufdringlichkeit als sehr unangenehm empfinde. Auf der anderen Seite ist der Basar eben auch stark auf Touristen ausgerichtet und aktuell ist kaum jemand da.

Zum Sonnenuntergang sind wir auf einen zum Park umgewandelten Müllberg gegangen. Von dort aus ging die Sonne genau hinter den Pyramiden, die man in der Ferne im Dunst des Smogs sehen konnte, unter - wie cool! Der Park ist schon ein tolles Stück Idylle in der hektischen Stadt und ein bisschen wie der Elbauenpark zu Magdeburgensis.

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